Mythen aus dem Reich der Abfallwirtschaft
| Von umweltundenergie @ 14:59 | [ Abfall ] |
Denn weder Öl noch Papier sind notwendig, damit der Abfall brennt - und auch kein Glas. Eine Glasflasche, die im Kehricht landet, verbrennt in der Kehrichtverbrennungsanlage nicht, weil Glas einen höheren Schmelzpunkt als die Temperatur des Ofens hat. Das Glas verlässt den Ofen unverändert und wird mit der Kehrichtasche deponiert: Dadurch wird Deponieraum verbraucht und der Wertstoff für das Recycling geht verloren.
Der Abfall besteht zu einem Grossteil aus Kunststoffverpackungen und hat darum heute einen Brennwert wie Braunkohle! Die Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) wird in Basel in das Fernwärmenetz eingespiesen und heizt damit einen Grossteil der Wohnungen unsere Stadt.
Nur wenn der Verbrennungsofen zu Reinigungs- und Reparaturzwecken abgestellt wird, muss er danach mit Öl angefeuert werden. Und wenn das Feuer mal brennt, dann brennt's. Darum gehören z.B. Glasflaschen in die Recyclingstation wie viele andere Wertstoffe auch, und nicht in den Abfallsack.
Ein weiterer typischer Fall von Ammenmärchen ist die Behauptung, dass die Sackgebühr nicht wirklich die Abfallmenge verringert. Richtig ist, dass seit der Einführung der Sackgebühr im Jahre 1993 sich die Gesamtmenge der Basler Abfälle, die in der Kehrichtverbrennungsanlage verbrannt werden mussten, um rund 30% verringert hat. Gleichzeitig hat sich die Menge der separat gesammelten Wertstoffe verdoppelt.
Ammenmärchen halten sich hartnäckig. Welche Geschichten über die Abfallwirtschaft kennen Sie? Wir freuen uns über weitere Überlieferungen.
Tipp: Richtig entsorgen von A bis Z

Hochkamin der Müllverbrennunganlage Basel















